Nachtrag: //Link zum Video des Vortrags//
Kunst und Künstler/innen spätestens seit der Moderne und soweit sie nicht im Dienst von Politik oder Kommerz stehen, kennen keine Aufgabenstellungen, kein „richtig“ und „falsch“, nur ein entschiedenes so oder anders. Sie verweigern jedes Erziehungs- oder Bildungsziel und vertrauen auf die kommunikativen Energien ihrer Arbeiten. Kunst tritt meist in besonderen, auch elitären Räumen auf, ihre Rezeption ist schwierig und nicht einheitlich, ihr Wert fiktiv und subjektiv. Künstler/innen sind frei in ihrem künstlerischen Tun, und ihre Kunst ist vom Grundgesetz her in Deutschland geschützt. Allerdings haben Künstler und Kunstwerke – im Vergleich zu Bildern der Medienkultur – nur marginale gesellschaftliche Wirkung und Bedeutung. Was also macht Kunst heute noch so schützens- und förderungswürdig? Was kann sie für wen wie leisten? Und wie nah steht sie am Leben, im Leben oder um das Leben herum?
Kinder jedenfalls zeichnen gern und haben Spaß dabei und scheinen viel zu lernen. Sie leben sich aus im Malen, Zeichnen und Bauen – und gewinnen darin ein Stück dessen, was die Freiheit der Kunst ausmacht. Kunst provoziert das Leben – als Leben, wie Wolf Vostell meint. In ihr kann man Distanz gewinnen und ausbrechen aus den gesellschaftlichen Animationsregeln. Und wenn ein Künstler wie Urs Lüthi behauptet, er mache „art for a better life“ und weitergehend sogar: „art is a better life“, dann scheint das auch mit einem Wert verbunden zu sein, der Kunst notwendig macht.
Bernhard Balkenhol, Jahrgang 1951, studierte Kunst, Kunstpädagogik und Visuelle Kommunikation und lehrt heute Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Kassel. Seit 1996 ist er Vorsitzender des Kasseler Kunstvereins, wo er zahlreiche Ausstellungen inszenierte.
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Vortrag: Bernhard Balkenhol
„in Kunst, um Kunst und um Kunst herum“
Donnerstag, 30. Juni 2011, 19 Uhr
Atelier Mario Hergueta (Gebäude C10, 3. OG) Opel Hauptportal, Tor1
Bahnhofsplatz 1, 65428 Rüsselsheim
Bitte folgen Sie der Beschilderung Atelier Hergueta
Eintritt 5 Euro. Für Mitglieder des Kunstvereins frei.
Nachtrag: //Link zum Video des Vortrags//
Kunst und Künstler/innen spätestens seit der Moderne und soweit sie nicht im Dienst von Politik oder Kommerz stehen, kennen keine Aufgabenstellungen, kein „richtig“ und „falsch“, nur ein entschiedenes so oder anders. Sie verweigern jedes Erziehungs- oder Bildungsziel und vertrauen auf die kommunikativen Energien ihrer Arbeiten. Kunst tritt meist in besonderen, auch elitären Räumen auf, ihre Rezeption ist schwierig und nicht einheitlich, ihr Wert fiktiv und subjektiv. Künstler/innen sind frei in ihrem künstlerischen Tun, und ihre Kunst ist vom Grundgesetz her in Deutschland geschützt. Allerdings haben Künstler und Kunstwerke – im Vergleich zu Bildern der Medienkultur – nur marginale gesellschaftliche Wirkung und Bedeutung. Was also macht Kunst heute noch so schützens- und förderungswürdig? Was kann sie für wen wie leisten? Und wie nah steht sie am Leben, im Leben oder um das Leben herum?
Kinder jedenfalls zeichnen gern und haben Spaß dabei und scheinen viel zu lernen. Sie leben sich aus im Malen, Zeichnen und Bauen – und gewinnen darin ein Stück dessen, was die Freiheit der Kunst ausmacht. Kunst provoziert das Leben – als Leben, wie Wolf Vostell meint. In ihr kann man Distanz gewinnen und ausbrechen aus den gesellschaftlichen Animationsregeln. Und wenn ein Künstler wie Urs Lüthi behauptet, er mache „art for a better life“ und weitergehend sogar: „art is a better life“, dann scheint das auch mit einem Wert verbunden zu sein, der Kunst notwendig macht.
Bernhard Balkenhol, Jahrgang 1951, studierte Kunst, Kunstpädagogik und Visuelle Kommunikation und lehrt heute Kunstdidaktik an der Kunsthochschule Kassel. Seit 1996 ist er Vorsitzender des Kasseler Kunstvereins, wo er zahlreiche Ausstellungen inszenierte.
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Vortrag: Bernhard Balkenhol
„in Kunst, um Kunst und um Kunst herum“
Donnerstag, 30. Juni 2011, 19 Uhr
Atelier Mario Hergueta (Gebäude C10, 3. OG) Opel Hauptportal, Tor1
Bahnhofsplatz 1, 65428 Rüsselsheim
Bitte folgen Sie der Beschilderung Atelier Hergueta
Eintritt 5 Euro. Für Mitglieder des Kunstvereins frei.
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